Viktualienmarkt: Lieblingsecken mit Kindern

Unsere Gastbloggerin Petra erzählt heute von einen ihrer Lieblingsplätze in München, dem Viktualienmart.

Der Viktualienmarkt ist so etwas wie das Herzstück Münchens. Und er ist einer meiner Lieblingsplätze in der Stadt. Weil es dort zu jeder Jahreszeit schön ist, weil man sich kaum sattsehen kann an all den tollen Waren, die es da zu kaufen gibt, und weil es eben auch Spaß macht, das ein oder andere zu probieren und mit nach Hause zu nehmen. Ich gehe auch gern mit meinen Kindern hin, weil wir alle den Markt sehr gerne mögen und auch, weil es da immer was zu entdecken gibt.

Man kann nun einwenden, da sei ja immer viel zu viel los, nur Touristen, alles viel zu teuer und so weiter. Das mag durchaus stimmen, aber wenn man sich ein bisschen vorbereitet, die guten Ecken kennt und weiß, wann man am besten kommen sollte (und wann nicht), dann macht das alles sehr viel Spaß. 

Und genau deswegen verrate ich Euch hier meine Tipps für einen Viktualienmarkt-Besuch mit Kindern.

Viktualienmarkt_Biergarten

Wo ist der Viktualienmarkt?

Mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreicht man den Viktualienmarkt am besten über die U-/S-Bahn-Station Marienplatz. Auch die Buslinien 52, 62 und 132 halten am Markt. Parken kann man in der Parkgarage der Schrannenhalle oder in einer der weiteren Tiefgaragen in der Innenstadt. Wer mit dem Fahrrad kommt, findet im Bereich an der Frauenstraße einen großzügigen Abstellbereich mit Fahrradständern.

Wann ist der beste Zeitpunkt für Familien?

Der Viktualienmarkt ist montags bis samstags immer von 07:00 Uhr bis spätestens 20:00 Uhr geöffnet. Der beste Zeitpunkt für Familien ist am frühen Vormittag. Es gibt wenig Schöneres, als an einem sonnigen Sommermorgen über den Markt zu schlendern und dabei zuzusehen, wie er gerade aufwacht. Die Händler drapieren ihre Waren an den Ständen, der Biergarten ist noch ganz verwaist, die Tauben baden in den vielen kleinen Brunnen. Und das alles hat man noch (fast) für sich alleine. Herrlich.

Wo sind die schönsten Ecken?

Die schönsten Winkel sind ein bisschen versteckt. Gerade mit Kindern, und wenn es dann doch mal voller wird, sollte man sich ein Plätzchen abseits der Hauptwege suchen. Ein toller Ort ist der kleine Brunnen gleich hinter der Suppenküche und der Kaffeerösterei, der auch als „Kartoffelbrunnen“ bekannt ist, weil der kleine Platz der traditionelle Standort des Kartoffelmarkts ist. Und in der Tat gibt es da einen sensationellen Kartoffelstand, der so viele Sorten Kartoffeln anbietet, dass einem fast schwindlig wird. Am benachbarten Bio-Gemüsestand kann man sich einen frischen Saft pressen lassen oder man holt sich einen leckeren Kaffee aus der Kaffeerösterei und trinkt den mit Blick auf den plätschernden Brunnen, während die Kinder ungestört rumtoben können.

Auch auf dem Platz vor der Filiale von myMüsli hinter dem Nordsee-Gebäude geht das ziemlich gut. Es ist zwar recht schattig dort, dafür ist da hinten aber sehr wenig los und man kann gechillt draußen sitzen und ein oberleckeres Birchermüsli und guten Kaffee genießen.

Vitkualienmarkt Kartoffelbrunnen

Wo gibt es das beste Eis für Kinder?

Der Verrückte Eismacher macht das beste Eis am Viktualienmarkt und die Kinder freuen sich! Seit kurzem bringt die Schwabinger Eisdiele ihre besonderen Kreationen nämlich auch auf den Viktualienmarkt – so etwas wie Cheeseburger- oder Schweinsbraten-Eis beispielsweise. Wem das dann doch zu verrückt ist, kann sich natürlich auch die klassischen Sorten in die Waffel packen lassen. Köstlich sind sie alle: Beispielsweise das Pistazien-Eis, das ich dort gegessen habe. Ein Traum!

Viktualienmarkt Eismacher

Welche Stände sollte man am Viktualienmarkt besuchen?

Wenn ich mit den Kindern auf den Viktualienmarkt gehe, führt uns der erste Stopp immer zum Saftstand Müller. Meine Tochter liebt es, sich gefühlte Ewigkeiten vor den Karaffen mit den köstlichen Kreationen herumzudrücken und sich nicht entscheiden zu können. Sicherheitshalber nimmt sie dann immer Orangensaft J 

Der Lieblingsstand unserer kompletten Familie ist aber wohl fraglos der Pilzstand von Renate Zollner. Ich warte jedes Jahr sehnsüchtig auf die ersten Pfifferlinge und Steinpilze. Und man sollte auch immer fragen, was denn gerade so an besonderen Pilzen gerade da ist – das wechselt nämlich ständig. 

Außerdem liebe ich den orientalischen Sababa Imbiss ganz am Rand des Marktes in Richtung Westenriederstraße. Dessen gemischter Vorspeisenteller ist so ziemlich das Beste, was man sich für einen gelungenen Lunch vorstellen kann. Und auch da gilt: Der Platz vor dem Stand und den Tischen draußen ist super zum Rumrennen. Großer Kinderdaumen hoch!

Viktualienmarkt Stand

Der lustigste Spruch

Stammt ohne Frage von Fisch Witte. Über „If it swims we have it“ muss ich echt jedes Mal lachen, wenn ich daran vorbei gehe. Vor allem auch noch in Kombination mit dem Plastik-Hummer vor der Tür. Aber es stimmt! Die Auswahl ist riesig und die Bouillabaisse, die es im angegliederten Bistro gibt, ist ein Traum. Der hintere Außenbereich grenzt im Übrigen an den Eismacher und den Sababa Imbiss. Ein wirklich tolles Eck. Und wer mal die Münchner Schickeria in Reinform erleben möchte, setzt sich einfach mal ein Stünderl da hin und guckt und hört zu.

Was kann man rund um den Viktualienmarkt noch machen?

Rund um den Markt gibt’s noch eine Menge anderer Plätze, die einen Besuch lohnen. Den Spielplatz vor dem Jüdischen Museum am Sankt-Jakobs-Platz beispielsweise. Der ist nicht groß und besteht, wenn man es genau nimmt, auch nur aus einem großen Sandkasten und einer Wippe. Aber man kann wunderbar im Museumscafé in der Sonne sitzen und den Kids beim Spielen zusehen.

Ebenfalls empfehlenswert ist ein Stopp in der Schrannenhalle. Denn seitdem sich dort das Eataly angesiedelt hat, hat die Halle endlich mal ein einheitliches, stimmiges Konzept. Und das beinhaltet unter anderem eine ziemlich gute, da italienische, Kaffeebar. Außerdem gibt’s sehr leckeres Eis und sogar einen Nutella-Stand. Da darf der Nachwuchs dann tatsächlich auch mal hin, denn beim Einkauf auf dem Markt gab’s ja schon Gratis-Karotten zum Naschen – gesund hatten wir also schon.

Auf dem Rückweg vom Markt machen wir dann meistens noch einen Stopp am Gärtnerplatz. Aber das ist ja schon wieder ein ganz anderes Thema für eine neue Geschichte.

Wie erfahre ich mehr vom Viktualienmarkt?

Gibt es beispielsweise in dem sehr empfehlenswerten Buch Der Viktualienmarkt kocht (Nizza Verlag). Da geht es nicht nur um die Lieblingsrezepte der Marktleute, sondern auch um die einzelnen Stände und Persönlichkeiten dahinter. Sehr spannend und super zum Schmökern und Verschenken!

Und wer wie ich den Markt so gern mag, der kommt nicht umhin, sich eine der, wie ich finde, allerbesten Serien über München anzusehen: München 7 handelt zwar in erster Linie von einer Polizeiwache in der Münchner Innenstadt sowie deren skurril-liebenswerte Beamte und ihre nicht minder skurrilen Fälle. Die eigentliche Hauptrolle spielt aber ein ganz anderer: der Viktualienmarkt.

Mehr Ausflugsziele findet man auf dem Familienblog allesinklein.com

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